Vortrag und Diskussion

Die „Rettung des Weltklimas“

Vortrag und Diskussion

23.1.2018, 18 Uhr

Hörsaal 8

Warum ist Klimarettung identisch mit CO2-Reduktion, wenn doch bekannt ist, dass noch so manch anderes Gas einen nicht unerheblichen Beitrag zur Erderwärmung leistet?

Warum war das Abkommen von Paris ein viel gefeierter Erfolg, wenn doch allen klar ist, dass damit kein einziges Klimaziel erreicht wird? Warum schließt sich dieses Lob auch an das Treffen in Bonn an, während die CO2-Emmsion weltweit steigt?

Warum beraten sich die Nationen nächtelang, warum drohen „Formelkompromisse“, wenn doch mit „unserem Klima“ Ziel und Mittel zu seiner Rettung so klar auf den Tisch liegen? Und warum dürfen dann eigentlich die größten Treibhausgas-Sünder weiterhin am meisten die Atmosphäre verpesten? Oder geht es bei den Verhandlungen womöglich um was anderes?

Warum treffen sich die Staaten, um die „gemeinsame Bedrohung“ durch den Klimawandel zu begegnen, wenn an neuer Land­wirtschaft in Grönland, Rohstoffjagd im Polarkreis, neuen Seewegperspektiven, etc. klar wird, dass die Nationen sich gar nicht einfach nur und schon gar nicht erst gemeinsam betroffen sehen?

Warum läuft der Streit um die Rettung des Klimas zuverlässig auf die Frage raus, wer wen auf welche Energieversorgung verpflichten darf, während die Nationen selber keine Verpflichtung eingehen möchten?

Warum sind die erneuerbaren Energien fraglos gut, auch wenn jeder weiß, dass sie eine Menge an Umweltschäden mit sich bringen?

Worum geht es also auf den Treffen zur Klimarettung, wenn es um Klimarettung garantiert nicht geht?

Und warum ist es also ein idealistischer Fehler, vom Standpunkt der Klimarettung die Staatenwelt der Verantwortungslosigkeit zu bezichtigen?

 

Advertisements